Mittwoch, 6. Mai 2009

Laptop "Magalhães" ist Star auf dem Schwarzmarkt und in Pfandhäusern


Der von der port. Regierung an den Grundschulen verteilte Computer "Magalhães" entwickelt sich zum "Star" auf dem Schwarzmarkt und in Pfandhäusern.
Wie die Wochenzeitung "Expresso" in seiner Ausgabe vom 01.Mai berichtet, gehen in Zeiten wirtschaftlicher Krise und klammer Haushaltskasse Eltern dazu über, die Computer ihrer Kinder zu verkaufen oder zu verpfänden.
50 Euro ist der Preis, den die Eltern maximal für den "Magalhães" zahlen müssen. Ca. 100.000 Schulkinder bekamen wegen geringer Einkommen der Eltern den Computer umsonst.
Auf dem wohl bekanntesten Trödelmarkt in Lissabon, der "Feira da Ladra", werden die Computer für 120 - 140 Euro angeboten, im Originalzustand, wie "Expresso" berichtet. Ein gutes Geschäft für die Eltern - schade für die Kinder.
Im Pfandhaus bekommen Eltern 100 - 150 Euro, die sie verwenden, um am Ende des Monats über die Runden zu kommen. Ausgelöst wird das Pfandstück dann mit 20% Aufschlag.
Das Erziehungsministerium weiss von nichts, Behörden und Polizei greifen nicht ein. Schliesslich sind die Computer nicht gestohlen.
Ein paar Zahlen zum Schluss: 320.000 "Magalhães" sind bereits verteilt, ca. 80.000 Schulkinder warten noch auf "ihren" Computer.
Quelle: "Expresso" 01.05.09 / Printausgabe Seite 22, http://clix.expresso.pt/computador-magalhaes...f512794
Foto: (C) Creative Commons-Lizenz / Zone41 auf Flickr