Mittwoch, 26. September 2007

Lissabon - mutiger Widerstand gegen Parkplatzeinweiser

Auf der Avenida da Liberdade, d e r Prachtstrasse Lissabons, kam es vorgestern zu einer tätlichen Auseineinersetzung zwischen einem Parkplatzeinweiser und einer 25jährigen Frau.
Als die Frau zusammen mit einer Freundin zu deren nahe des Praça dos Restauradores geparkten Auto zurückkehrte, entdeckte sie den Parkeinweiser mit einer Mehrzweckzange in der Hand hinter dem Fahrzeug. Eine Scheibe des Autos war eingeschlagen.
Nach einem heftigen Wortwechsel und tätlichen Angriffen holte sie einen Elektrostab aus dem Auto und versetzte dem Platzeinweiser einen Schlag. Die herbeigerufene Polizei beschlagnahmte beide "Waffen". Die Frau erwartet ein Verfahren wegen unerlaubten Waffenbesitzes, da allein der Besitz von Elektroschockern in Portugal strafbar ist. Auch gegen den "arrumador" wurde Anzeige erstattet.
Die "arrumadores" sind meistens Drogenabhängige, die für ihre Dienste ein Trinkgeld erwarten. Bekommen sie dies nicht, sind Kratzer am Auto, zerstochene Reifen oder kaputte Scheiben möglicherweise die Quittung. Aus dieser Kenntnis heraus wird deshalb auch meist gezahlt. Den Mut, sich mit einem "arrumador" anzulegen, hat kaum jemand.
Quelle CDM 26.09.2007

Montag, 24. September 2007

Eremitage St. Petersburg ab 25.10.07 in Lissabon


Die Eremitage St. Petersburg, eine der bedeutensten Kunstsammlungen der Welt, stellt einen Teil seiner Sammlung in Portugal aus.
Am 25.10. werden die Präsidenten Wladimir Putin und Cavaco Silva im Palácio da Ajuda in Lissabon die Ausstellung "Kunst und Kultur des russischen Imperiums - von Peter dem Grossen bis Nikolaus II." eröffnen. Ab 26.10. bis 17.02.2008 können die mehr als 600 Exponate vom Publikum besichtigt werden.
Der Ausstellung im Ajuda-Palast sollen 2 weitere folgen. Im Jahr 2008 kommt die Eremitage nach Porto, 2009 erneut nach Lissabon.
Quelle:www.rtp.pt/index.......=0

Donnerstag, 20. September 2007

Neues Strafprozessrecht mit fatalen Folgen

Ein neues Strafprozessrecht (Codigo do Processo Penal), dass am 15.09.07 in Kraft getreten ist, hat in Portugal für erhebliche Kontroversen in der Justiz gesorgt. Auch in der Bevölkerung hat sich Unsicherheit breitgemacht.
Dies beruht insbesondere auf der Tatsache, dass das neue Gesetz die Fristen für die Verhängung von Untersuchungshaft verkürzt hat (maximal 2 Jahre).
Aufgrund der neuen Gesetzeslage sind in der Zeit vom 15.09. - 19.09. bereits 135 Untersuchungshäftlinge freigekommen, darunter viele in 1.Instanz zu hohen Haftstrafen verurteilte Gewaltverbrecher.
An der Algarve hat insbesondere die Freilassung von 3 Rumänen Aufsehen erregt, die in 1.Instanz vom Gericht in Loulé zu je 22 Jahren Gefängnis verurteilt wurden. Sie hatten im April 2005 ein britisches Ehepaar in ihrer Villa gewaltsam überfallen. Der Ehemann starb dabei an einem Herzinfarkt.
Da das Urteil gegen sie noch nicht rechtskräftig ist, wurden sie nun aufgrund des neuen Gesetzes aus dem Gefängnis entlassen.
Quelle: http://www.observatoriodoalgarve........=16402
http://www.observatoriodoalgarve.com/......=16411

Mittwoch, 5. September 2007

Radarfallen in Lissabon - erste Bilanz

Die seit 16.Juli in Lisssabon in Betrieb genommenen 21 Radarfallen haben sich für den Staat als gewinnbringende Investition erwiesen. 64.689 Autofahrer wurden in der Zeit bis 16.8. geblitzt, immerhin 51.566 davon haben einen Verstoss zugegeben. Damit kommen ca. 4 Millionen Euro in die Staatskasse.
Der Kuchen wie folgt verteilt:
40% für den Staat, 30% für die erhebende Behörde (Stadt Lissabon), 20% DGV (Strassenverkehrsbehörde) und 10% für die Zivilgouverneure.
Übrigens, wenn ein Mietwagen geblitzt wird, geht "das Knöllchen" an den Vermieter. Der muss zahlen, so jedenfalls die Aussage des Kommandanten der Lissabonner Stadtpolizei.
Wird ein Auto mit ausländischem Kennzeichen fotografiert, wird der Halter über die zuständige Botschaft ermittelt. Die Zustellung des Bussgeldbescheides erfolgt ebenfalls im diplomatischen Wege.
Die Radarfallen sollen laut Zeitungsbericht mit 5% Toleranz arbeiten, was die Polizei allerdings bestreitet. Also Vorsicht. Immerhin sind je 20 Polizisten in 3 Schichten damit befasst, die "Fotos" auszuwerten.
Quelle: www.correiomanha.pt..=10